Amazons Deutschland-Chef sagt Nein zu Retouren-Kosten

Veröffentlicht: 08.07.2022
imgAktualisierung: 08.07.2022
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.07.2022
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Amazon-Pakete mit einem Lächeln
Fabio Principe / Shutterstock.com
Amazons neuer Deutschland-Chef erteilte Kosten für Rücksendungen in einem Interview jüngst eine Absage.


Werden Kundinnen und Kunden bei Amazon künftig Rücksendegebühren zahlen müssen? Der Deutschland-Chef hat sich nun klar geäußert.

Steigende Energiekosten und eine geringere Kundennachfrage durch die spürbar gewachsene Inflation belasten derzeit viel Unternehmen. Um die wirtschaftlich schwierige Lage abzufedern, liebäugeln derzeit viele Händlerinnen und Händler damit, Änderungen bei Versand- oder Retourenkosten vorzunehmen und diese kostenpflichtig zu machen. Amazon scheint zumindest in Deutschland entsprechende Pläne rund um Retouren nicht zu verfolgen.

„Rücksendegebühren sind aktuell kein Thema“, sagte Amazons Deutschland-Chef Rocco Bräuniger jüngst in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. „Solange unsere Kunden sagen, ‚wir wollen die Möglichkeit kostenloser Retouren haben‘, wird es die Möglichkeit geben.“ 

Amazon: weiteres Wachstum ist anvisiert

Grundsätzlich steckt Amazon viel Geld in die weltweite und hiesige Logistik: Für sein globales Netzwerk wurden 100.000 elektrische Lieferwagen bei Rivian in Auftrag gegeben. Diese würden „nach und nach produziert und kommen dann auch zu uns. Zusätzlich sind schon jetzt 1.200 elektrische Mercedes-Transporter allein in Deutschland im Einsatz“, erklärt Bräuniger weiter. Nach aktuellem Stand wolle man bis zum Jahr 2030 jede zweite Lieferung CO2-neutral zu gestalten. Das große Ziel der vollständigen Klimaneutralität soll dann bis 2040 erreicht werden.

Mit Blick auf den diesjährigen Prime Day zeigt sich der Deutschland-Chef überdies offenbar optimistisch: Obwohl die Kauflaune der Verbraucherinnen und Verbraucher durch die Kriegslage in Europa, massiv gestiegene Energiepreise und eine hohe Inflation eingetrübt sei, würden gerade zum aktuellen Zeitpunkt, an dem „das Geld bei vielen Menschen knapper ist“, Sonderangebote „gut ankommen“. Alles in allem habe man auch „keinen Einbruch der Bestellungen“ verzeichnen können. „Im Gegenteil: Wir wachsen weiter, auch wenn die Herausforderungen stärker werden.“

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Veröffentlicht: 08.07.2022
img Letzte Aktualisierung: 08.07.2022
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Pitt
30.03.2023

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Glückwunsch zu Amazon E-Autos. Aber leider von Anfang an schon veraltet, sagt der Großstadtbusfah rer Pitt! Ich habe erkannt, daß nur mit Wasserstoff in allen Bereichen die Zukunft zu bewältigen ist und endlich hat die Politik es so langsam begriffen! Die Japaner haben es schon früh kapiert und, kein Scherz, die stellen Wasserstoff aus Gülle und Mist her! Aber solange es die Lobby(Eigeninte ressen) gibt, wird sich nichts ändern.
Ralf
13.07.2022

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Naja, warum sollte Amazon auch darüber nachdenken. Amazon hat doch keine. Die Kunden bezahlen bei Amazon die Rücksendekosten im Vorraus und die nennt sich Primegebühr. Und wenn der Kunde mehr Rücksendekosten verursacht wie die Primegebühr, dann droht im der lebenslange Ausschluß. Und bei dem Rest bezahlen die Händler.
Dirk
11.07.2022

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„Solange unsere Kunden sagen, ‚wir wollen die Möglichkeit kostenloser Retouren haben‘, wird es die Möglichkeit geben.“

Amazon hat sich schon immer einen Scheiß um die Auswirkungen seines Businessmodells gekümmert.
Stefan Mühl
11.07.2022

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Guten Tag
Ist auch kein Problem für Amazon
Die Retourkosten zahlen die Händler.
Mit freundlichem Gruss
Stefan Mühl