So will Amazon KMU beim Markenschutz helfen
Das Prinzip: Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die eine Marke anmelden und diese über den jeweiligen Marktplatz verkaufen – und schützen – wollen, bekommen Hilfe von auf Markenrecht spezialisierten Kanzleien. Amazon hat diese ausgesucht, bestimmte „wettbewerbsfähige“ Gebühren für die möglichen Klienten bereits verhandelt und vermittelt sie an die Marktplatzhändler. Die Vermittlung selbst ist für die Unternehmen kostenlos.
Außerdem erhalten die KMU, die das Programm nutzen, Zugang zu Markenschutztools von Amazon – sogar schon „Jahre“ vor der offiziellen Markenregistrierung, wie es heißt. Händler in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich können Amazons Anwalts-Netzwerk jetzt nutzen. In Europa soll es rund 150.000 kleine und mittelständische Unternehmen geben, die auf Amazon handeln.
Amazon fasst dabei gezielt die für das Marktplatzgeschäft so wichtigen Dritthändler und kleinen Unternehmen ins Auge, weil diese – im Gegensatz zu größeren Firmen – oft weniger rechtliches Wissen haben. Die Wahrscheinlichkeit einer Markenanmeldung sei bei einem größeren Unternehmen vier mal so hoch wie bei einem KMU, sagt Amazon. „Aus unseren Gesprächen mit Kleinunternehmern wissen wir, dass es oft Verwirrung darüber gibt, warum Rechte über geistiges Eigentum wichtig sind und wie Verkäufer sie sich sichern können“, erklärt Francois Saugier, Vizepräsident für EU-Verkäuferdienste bei Amazon.
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