„Das hab ich doch gar nicht bestellt?“ – Amazon verschickt keine Gratisproben mehr

Veröffentlicht: 28.11.2019
imgAktualisierung: 28.11.2019
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
28.11.2019
img 28.11.2019
ca. 2 Min.
Geschenk in Händen
Lesterman / Shutterstock.com
Amazon hat in der Vergangenheit einigen Kunden kostenlose Produkte zugeschickt, die ihnen gefallen könnten. Diesen Service stampft der Konzern nun ein.


Amazon wollte Kunden mit kostenlosen Produkten beglücken. Nun wird der Service allerdings eingestampft.

Wenn in der Vergangenheit bei manchen Kunden Amazon-Pakete ankamen, die sie gar nicht bestellt hatte, dürfte dies durchaus Verwunderung ausgelöst haben. Solche Pakete versendet Amazon im Zuge eines Tests, der seit Anfang des Jahres durchgeführt wird.

Dabei erhalten Kunden – ungefragt und unbestellt – Gratisproben bzw. Muster, die auf Basis ihrer Daten (zum Beispiel der Vorlieben und Einkaufshistorie) speziell für sie ausgewählt wurden. Verschickt wurden beispielsweise Kosmetikartikel, Parfüms oder Müsliriegel.

Produktvermarktung durch Überraschungs-Pakete

Amazon selbst sah in diesem Überraschungsservice offenbar ein probates Mittel, die Bekanntheit von Marken zu steigern und folgende Umsätze anzukurbeln. Zumindest bis jetzt. Denn nach Informationen des Nachrichtenportals CNBC will Amazon den Service mit den kostenlosen Produkten schon bald beenden: „Amazon testet und startet ständig neue Angebote, um für die Kunden Innovationen hervorzubringen“, zitiert das Portal einen Amazon-Sprecher. „Zu diesem Zeitpunkt haben wir beschlossen, das Musterprogramm im Jahr 2020 einzustellen.“

Ein Grund für den Stopp könnten die Reaktionen der Verbraucher sein: Es soll Kunden gegeben haben, die es gruselig fanden, ungefragt Produkte von Amazon erhalten zu haben. Hinzu kommen sicher auch Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes und der Datenverwendung zum Zwecke zielgerichteter Werbung.

Grundsätzlich sollen die Marken selbst neben den tatsächlichen Kosten für die Produkte zusätzlich eine Gebühr von zwei US-Dollar pro Muster an Amazon gezahlt haben, um ihre Waren im Rahmen dieses Programms zu verschicken.

Veröffentlicht: 28.11.2019
img Letzte Aktualisierung: 28.11.2019
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
2 Kommentare
Kommentar schreiben

Kp
17.06.2020

Antworten

Ich bekomme Ware, die nie bestellt wurde , meine Kreditkarte wird damit belastet. Anzeige erstattet habe ich , mit Amazon gesprochen habe ich,
Die Kreditkarte habe ich gesperrt, die neue ist angekommen.
Bei Amazon bin ich kein Mitglied mehr .

Kommunikation mit Amazon funktioniert ausschließlich als Mitglied . Also kurzzeitig wieder Mitglied geworden.

Sofort wurde von der neuen Kreditkarte 16,59 € abgebucht . Wie kann das sein ? Ein Paket Folien für 16,59 € wurde nicht angenommen. Heute war es wieder da, es lag neben der Eingangstreppe.
Gibt es eigentlich Läden, wo man die ungewollten Lieferungen hinbringt ?
Christian
29.11.2019

Antworten

Wie können Leute nur so verbittert sein und sich über kostenlose Proben beschweren. Ich fand den Tee, welchen mir Amazon schickte sehr gut. Dafür auch gerne eine Umfrage beantwortet. Keine zwei Monate später war ich plötzlich im Amazon Vine Club. Was mich natürlich noch mehr freute besonders der neue Fernseher, Kamera, PC und die vielen anderen Sachen.

Ich verstehe die Leute nicht. Schreien überall Datenschutz und posten jeden Blödsinn freiwillig bei Facebook und Whatsapp.