B2B-Handel auf Amazon: Beliebt – und in der Kritik

Veröffentlicht: 06.09.2019
imgAktualisierung: 06.09.2019
Geschrieben von: Markus Gärtner
Lesezeit: ca. 2 Min.
06.09.2019
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Hand und B2B
Alexander Supertramp / shutterstock.com
Amazon wächst auch im B2B-Bereich: Die Hälfte der befragten Firmen einer Studie sind dort aktiv. Sie klagen allerdings auch über spezifische Probleme bei Amazon Business.


Die Hälfte der befragten Unternehmen des B2B-E-Commerce-Konjunkturindex nutzen bereits Amazon für Beschaffung und Vertrieb – Amazons B2B-Service „Business“ macht jedoch vielen Firmen noch Ärger.

Den Online-Handel für private Käufer dominiert Amazon bereits in der westlichen Welt, und auch für Unternehmen wird der Marktplatz immer relevanter, wie der B2B-E-Commerce-Konjunkturindex des IFH Köln zeigt. Laut der Studie nutzen bereits rund die Hälfte der befragten Firmen den Marktplatz: davon 27 Prozent nur im Einkauf, 12 Prozent sowohl in der Beschaffung als auch für den eigenen Vertrieb und 6 Prozent nur für den Verkauf. 17 Prozent der Unternehmen, die dort noch nicht aktiv sind, wollen Amazon aber langfristig nutzen.

Das sind die Vorteile von Amazon Business

Mit dem vor über vier Jahren gestarteten Amazon Business bietet der Online-Riese außerdem einen eigenen B2B-Marktplatz. Laut der Studie nutzen 54 Prozent der auf Amazon aktiven Firmen dieses spezielle Angebot. Der genannte Hauptgrund: Die Unternehmen können via Amazon Business sowohl auf die normalen Artikel als auch auf spezielle B2B-Produkte zugreifen. Weitere wichtige Gründe für die Nutzung von Amazon Business sind die große Bekanntheit und die einfache Möglichkeit zur Skalierung.

Firmen klagen über aufwändigere Buchhaltung

Doch Amazon Business bereitet einigen Nutzerfirmen auch Kopfzerbrechen – vor allem in der Buchhaltung. Denn wegen des Abrechnungssystems kann es zu Verwirrung kommen: Es sei nicht direkt ersichtlich, ob ihre Bestellung bei Amazon selbst oder bei einem Drittanbieter eingehe, klagen einige befragte Unternehmen. Außerdem würden teils mehrere Rechnungen pro Bestellung eingehen – der Aufwand für die Abrechnung erhöht sich so. Die Mehrheit der Unternehmen wünschen sich daher, dass nur mit einem Kreditor abgerechnet wird.

Für den B2B-E-Commerce-Konjunkturindex hat das Forschungsinstitut rund 30 Entscheider aus überwiegend international tätigen B2B-Unternehmen befragt. Die Studie ist allerdings nicht repräsentativ.  

Veröffentlicht: 06.09.2019
img Letzte Aktualisierung: 06.09.2019
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Markus Gärtner

KOMMENTARE
3 Kommentare
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H.K.
14.09.2019

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Ein weiterer Aspekt sollte Unternehmen noch viel mehr Kopfzerbrechen bereiten. Kauft man mit einem B2B Account privat Dinge ein und Amazon liefert die aus einem Auslandslager in der EU, wird das als steuerfreie innergemeinscha ftlichen Lieferung abgerechnet. Bucht der Unternehmer das nicht korrekt als Entnahme, wird ggf. unbewusst eine Steuerhinterzie hung begangen. Das kann sich mit der Zeit schnell aufsummieren.
I.C
14.09.2019

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Falsch! Die Rechnung kann u.U sowohl von Amazon als auch vom Verkläfer kommen, sofern dieser Amazon U.st Services aktiviert hat
Solar-Technik-Enzman
09.09.2019

Antworten

Die Rechnung kommt immer von dem , wo man bestellt.
Amazon ist der Verkäufer.