Amazon wird zum Buch-Lieferanten der University of Massachusetts

Veröffentlicht: 15.01.2015
imgAktualisierung: 15.01.2015
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.01.2015
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Doktorhut mit Lehrbüchern
© razihusin - Fotolia.com
Die University of Massachusetts wird ab Mai den Buch-Handel auf dem Campus von Amazon übernehmen lassen. Die Studenten freuen sich auf günstigere Lehrbücher, sehen aber auch mögliche Probleme.


Amazon treibt seine Bemühungen, sich im Bildungssektor festzusetzen, weiter voran: Der Online-Händler wurde nun zum offiziellen Bücherlieferanten für die University of Massachusetts.

Die Studenten der University of Massachusetts werden ab Mai ihre Lehrbücher von Amazon direkt beziehen. Die in der Stadt Amherst ansässige Universität hat Medienberichten zufolge einen 5-Jahres-Vertrag geschlossen, um seinen traditionellen Campus-Buchladen durch einen virtuellen Laden zu ersetzen. Die Studenten sollen dabei bis zu 30 Prozent bei der Anschaffung der Lehrbücher sparen können – das seien etwa 380 US-Dollar im Jahr.

Amazon wird die Bücher direkt an die Studenten liefern oder zu einer Abholstation direkt auf dem Campus bringen. Der Versand soll dabei generell kostenfrei sein. Amazon will den Studenten sowohl neue, als auch gebrauchte Bücher anbieten und neben dem Verkauf auch eine Ausleihe ermöglichen. Auch digitale Bücher sollen die Studenten über den Online-Händler beziehen können.

Entscheidung spaltet Studentenschaft

Der Vorstoß des Unternehmens spaltet offenbar die Studentenschaft. Ein Student hoffe, dass Amazon die kleinere Geschäfte in der Stadt nicht finanziell kaputt mache. Andere Studenten äußerten sich aber erfreut darüber, dass sie ihre Lehrbücher in Zukunft günstiger erhalten können.

Die University of Massachusetts ist nicht die erste US-amerikanische Universität, die eine Kooperation mit Amazon eingegangen ist. Bereits im Sommer des letzten Jahres übernahm der Online-Händler den Bücherverkauf an der University of Purdue und der University of California.

Ob Amazon ähnliche Vorstöße auch in Deutschland wagen wird, ist eher unwahrscheinlich. Hierzulande gibt es durch die Buchpreisbindung keinen Preiskampf wie in den USA. Zudem wurde Amazon bereits vom Landgericht Berlin ein ähnlicher Vorstoß bei Schulbüchern untersagt.

Veröffentlicht: 15.01.2015
img Letzte Aktualisierung: 15.01.2015
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

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