Manche Händler auf dem Amazon-Marktplatz täuschen durch unbestellte Pakete eine bessere Konversionsrate vor, damit ihre Produkte besser ranken.
Bernd Jaeger betreibt einen Blog, bei dem er verschiedene Produkte testet und von Firmen jede Menge Pakete erhält. Immer wieder kamen jedoch auch Produkte an, die er nicht bestellt hatte. Als er seinen Fall auf seinem Blog beschreibt, melden sich viele andere Nutzer, die das auch erlebt haben. Die Wirtschaftswoche beschreibt den ganzen Fall und die Hintergründe.
Jaeger erhielt als erstes eine unscheinbare Handyhülle, später unter anderem eine Überwachungskamera, eine Mausefalle und Karabinerhaken. Der Höhepunkt der nicht bestellten Ware: An einem Tag erhält er sechs verschiedene Pakete mit sechs Handyschutzhüllen. Er überprüft sein Amazon-Konto, weil der einen Hacker vermutet, doch dort ist alles in Ordnung. Als er den Fall Amazon beschreibt, rät ihm der Kundenservice, die Pakete einfach zurückzuschicken. Nach einem Beitrag in seinem Blog, in dem er seinen Fall schildert, melden sich viele Leser und berichten von ähnlichen Erfahrungen. „So klein kann dieses Phänomen also nicht sein“, vermutet Jaeger. Außerdem wird klar: Amazon weiß offenbar von dem Phänomen, will aber wohl die Händler, die ungefragt Pakete verschicken, nicht nennen.
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