Transparenz im Online-Handel: Amazon stellt auf neues Lagersystem um

Veröffentlicht: 26.01.2026
imgAktualisierung: 26.01.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
26.01.2026
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Amazon-Pakete gestapelt
Oleksandr_UA / Depositphotos.com
Amazon verabschiedet sich vom „Commingling“-System. Mit einer neuen Lagerstrategie setzt der Online-Riese auf klarere Zuordnungen.


Amazon plant eine weitreichende Reform seines Bestellsystems: Das bisherige „Commingling“-Verfahren, bei dem identische Produkte unterschiedlicher Anbieter gemeinsam gelagert wurden, wird ab dem 31. März 2026 eingestellt. Stattdessen wird jedes Produkt künftig einem spezifischen Verkäufer zugeordnet und separat verwaltet. Ziel dieser Umstellung ist es, die Produktsicherheit zu erhöhen, Kundenvertrauen zu stärken und die Gefahr minderwertiger oder gefälschter Artikel zu minimieren.

Herausforderung für kleine Händler

Die neue Strategie bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, insbesondere für kleinere Händler. Während Markenhersteller ihre bisherigen Barcodes weiterhin verwenden können, sind Wiederverkäufer verpflichtet, spezielle Amazon-Kennzeichnungen einzuführen. Dieser Schritt könnte für kleinere Anbieter zusätzliche Kosten verursachen und möglicherweise Auswirkungen auf Lieferzeiten und Produktpreise haben.

Die Maßnahme wird von Verbraucherschützern positiv aufgenommen, so die Frankfurter Rundschau. Kunden können sich darauf verlassen, künftig genau das Produkt zu erhalten, das sie bestellt haben, ohne das Risiko von Fälschungen oder minderwertigen Alternativen. Experten sehen in dieser Entscheidung einen wichtigen Impuls für den gesamten E-Commerce-Sektor, der langfristig zu mehr Transparenz und Sicherheit im Online-Handel führen könnte.

Veröffentlicht: 26.01.2026
img Letzte Aktualisierung: 26.01.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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NoPrimeDay
01.02.2026

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Ich bin gespannt, ob die "Everfoams" Pantoffeln dann am April auch wieder die Originalen sein werden. Die letzten beiden Bestellungen bekam ich offenbar Fälschungen mit anderem Logo und anderer Schriftart an der Sohle zugesandt. Der Nachteil bestand für mich jedoch in der deutlich kleineren Passform.
cf
27.01.2026

Antworten

Und amazon kann Bestandsfehler dann auch den Händlern zuordnen und ordnungsgemäß den Verlust erstatten - der Trend geht halt zum Zweitlabel - ist ja nicht so, dass nicht schon genug Etiketten an Produkten wären :-)