Der Amazon-Standort Pforzheim soll umgestaltet und deutlich ausgebaut werden. Der Konzern will Medienberichten zufolge mehr als 300 Millionen Euro in den Ausbau investieren, durch den sich der Standorttyp verändern soll. Bisher werden vor allem mittelgroße Artikel wie Windelpackungen oder Spielekonsolen in Pforzheim abgewickelt. In Zukunft sollen es kleine bis mittlere Artikel sein, die von dem Standort aus verschickt werden. Das habe laut Zeit.de ein Amazon-Sprecher bestätigt.
Personalverdoppelung trotz Automatisierung
Mit dem Ausbau geht auch ein deutliches Personalwachstum einher: Bislang beschäftigt Amazon in Pforzheim rund 1.000 Menschen, in den nächsten drei Jahren sollen an dem Standort über 2.000 Mitarbeiter:innen arbeiten. Während der Umbauzeit sollen zudem alle bisherigen Arbeitsplätze bestehen bleiben, heißt es weiter.
Die Arbeitsabläufe am Standort Pforzheim sollen dabei in Zukunft auch stark durch Roboter unterstützt werden: „Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und sparten diesen somit Laufwege“, erklärt die Zeit. Ein Amazon-Sprecher bekräftigte zudem, das Unternehmen wolle „ein guter Nachbar in der Region“ sein und die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort unterstützen.
Ein starkes Zeichen für Pforzheim
Für die Stadt Pforzheim ist das Engagement von Amazon ein gutes Zeichen. Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) sehe in der Investition des Unternehmens ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort seiner Stadt. Derart hohe ausländische Direktinvestitionen habe es „in keiner anderen Kommune in Baden-Württemberg“ in den letzten Jahren gegeben. Amazon betreibt nach eigenen Angaben zehn Standorte in dem Bundesland und beschäftigt dort insgesamt 3.000 Menschen.
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Michael Pohlgeers
Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.
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