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Amazon verschärft Regeln für Prime-Produkte

Veröffentlicht: 24.08.2026
imgAktualisierung: 24.08.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.08.2026
img 24.08.2026
ca. 2 Min.
Ein Amazon-Paket mit Prime-Logo liegt vor einer Eingangstür
KI
Das Liefererlebnis mit Prime-Produkten soll für Kundinnen und Kunden noch besser werden. Für Händler gelten bald strengere Richtlinien.


Amazon hat angekündigt, die Regelungen für Prime-Produkte in Deutschland zu verschärfen – und zwar schon ab dem 7. September 2026. Längere Vorbereitungszeiten für Händlerinnen und Händler gibt es demnach nicht. Betroffen sind neben Amazon Retail auch Seller, die Amazons hauseigenen Fulfillmentdienst FBA nutzen, und jene, die den Versand selbst vornehmen.

Das sieht die Prime-Neuerung vor

Die Anpassungen sollen augenscheinlich die Lieferungen für Kundinnen und Kunden verbessern, sodass das „Prime-Versanderlebnis weiterhin den hohen Erwartungen der Prime-Mitglieder in unseren europäischen Stores entspricht“, heißt es in der entsprechenden Meldung im SellerCentral.

Um den neuen Prime-Ansprüchen zu genügen, müssen die hiesigen Angebote für Produkte in Standardgröße sowie niedrigpreisige Produkte folgende Liefervorgaben erfüllen:

  • 15 Prozent mit höchstens 1 Tag (vorher waren es 10 %)
  • 50 Prozent mit höchstens 2 Tagen (vorher waren es 45 %)
  • 80 Prozent mit höchstens 4 Tagen (entspricht dem bisherigen Wert)

Händler sollen Angebote prüfen – Kritik an FBA-Verantwortung

Den Verkäuferinnen und Verkäufern auf dem Marktplatz rät Amazon, die eigene Lieferperformance entsprechend zu prüfen. Bei Bedarf müssten dann auch Anpassungen vorgenommen werden, um die Ziele bei den neuen Liefergeschwindigkeiten erreichen zu können.

Dass die angekündigte Verschärfung der Prime-Regeln mancherorts für Kritik sorgt, dürfte nicht verwundern. Insbesondere die FBA-Frage kann, freundlich formuliert, als Kuriosum eingestuft werden: „FBA??? Wie soll ich da irgendwas verändern an der Versandgeschwindigkeit???“, so ein Kommentar unter der Ankündigung.

Eine durchaus berechtigte Frage. Denn wer als Marktplatz-Seller Amazons Fulfillmentdienst FBA nutzt, könnte davon ausgehen, dass Amazon auch die Verantwortung für spätere Lieferungen übernimmt – schließlich wird der Konzern dafür bezahlt, sich um die Lagerung, Verpackung und den Versand von Produkten zu kümmern. Aber weit gefehlt, denn Amazon löst sich hier aus der Verantwortung und berücksichtigt bei der Prime-Bewertung eben auch verspätete FBA-Lieferungen, die Händler nicht selbstständig steuern können. Somit entsteht eine Verantwortung ohne Einflussmöglichkeit der Seller. Als mögliche Stellschraube kann dann etwa noch der Bestand und die Verteilung der Lagerprodukte gelten.

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Veröffentlicht: 24.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 24.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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