Weniger Verkehr und CO₂-Belastung
Erklärtes Ziel des Versuchs ist die Entlastung des Straßenverkehrs und eine Minderung der damit einhergehenden Lärmbelastung. Ebenso sollen die CO₂-Emissionen im Stadtgebiet reduziert werden. Um dies zu erreichen, gibt es ein dreistufiges Lieferkonzept: Zuerst werden die Sendungen auch am Amazon-Verteilzentrum in Raunheim mit E-Transportern zur Tram-Station befördert und fahren dann weiter mit der Straßenbahn. In der Innenstadt werden die Sendungen anschließend mit elektrisch betriebenen Lastenrädern bis zur Haustür geliefert.
„Unsere bisherigen Simulationsergebnisse zeigten, dass der dreistufige Prozess gegenüber der herkömmlichen einstufigen Belieferung ökonomische wie auch ökologische Vorteile erzielen kann“, erklärt der Projektleiter und Hochschulpräsident Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke von der Frankfurt UAS. „Wir erhoffen uns, das Konzept in Zukunft dauerhaft in Frankfurt etablieren zu können und auch an weiteren Standorten umzusetzen, um so den Straßenverkehr in Großstädten deutlich zu entlasten.“
Und auch Amazon erhofft sich von dem Projekt Vorteile für die eigene Klimabilanz: „Die Dekarbonisierung unseres Logistiknetzwerks spielt eine Schlüsselrolle, um das Ziel unseres Klima-Versprechens Climate Pledge zu erreichen: bis 2040 in allen Geschäftsbereichen CO₂-neutral zu sein. Wir investieren, experimentieren und innovieren weiterhin in diesem Bereich und freuen uns über die Zusammenarbeit mit der VGF und der UAS in der nächsten Phase dieses Projekts“, sagt Martin Andersen, Country Director MEU AMZL bei Amazon.
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