Amazon: Neue Gebühren für Rücksendungen ab November

Veröffentlicht: 18.09.2025
imgAktualisierung: 18.09.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.09.2025
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Ein Rucksack steht in einem geöffneten Amazon-Paket
Erstellt mit ChatGPT
Für durch Kundschaft zurückgesendete Ware an ein FBA-Lager verlangt Amazon Bearbeitungsgebühren. Zumindest in manchen Kategorien.


Im Rahmen einer aktuellen Ankündigung im Sellercentral Forum bestätigte Amazon jetzt, dass ab dem 1. November neue Bearbeitungsgebühren für Rücksendungen in bestimmten Kategorien und unter bestimmten Bedingungen erhoben werden. Konkret wird die Gebühr auf die Kategorie „Rucksäcke und Handtaschen“ ausgeweitet. Betroffen sind Waren mit einer hohen Rücksenderate. Wie sich die Rücksenderate ergibt und welche Gebühren erhoben werden, schauen wir uns im Detail an.

Bearbeitungsgebühren wegen hoher Retourenrate

Produkte, welche für den Versand bei Amazon eingelagert sind, erzeugen für das Unternehmen bei einer Rücksendung einen erneuten Aufwand. Wird dieser Aufwand in bestimmten Bereichen zu hoch, behält Amazon sich vor, in solchen Fällen eine Bearbeitungsgebühr zu erheben. Jetzt soll diese für Produkte wie Rucksäcke und Handtaschen mit hoher Rücksenderate erhoben werden.

Wie Amazon auf einer Informationsseite erklärt, ergibt sich diese Rate wie folgt: „Die Rücksendungsrate Ihres Produkts entspricht dem prozentualen Anteil der in einem Monat versendeten Einheiten, die in diesem Monat und in den darauffolgenden zwei Kalendermonaten von Kunden zurückgesendet wurden.“

So berechnen sich die Gebühren konkret

Ganz konkret bedeutet das: Wurden von einem bestimmten Rucksack im August 1.000 Einheiten verkauft und im August sowie den beiden Folgemonaten September und Oktober dann wieder 250 Einheiten retourniert, dann wird anhand eines Kategorie-spezifischen Schwellenwerts zunächst geprüft, ab welcher Anzahl Retouren die Gebühr anfällt. Hierfür stellt Amazon eine detaillierte Tabelle mit Schwellenwerten zur Verfügung. Bei Rucksäcken beträgt dieser 19,97 Prozent.

19,97 Prozent der verkauften 1.000 Einheiten sind 199,7 – somit würde die Bearbeitungsgebühr ab der 200. retournierten Einheit, also für 51 Einheiten, berechnet werden.

Die Höhe der Gebühr richtet sich nach den tatsächlich angefallenen Versandkosten und beträgt 50 Prozent dieser Kosten. Dieser Prozentsatz gilt dabei nur für Rücksendungen aus den Kategorien Bekleidung, Accessoires und Schuhe. Für Rücksendungen aus anderen Kategorien werden die Gebühren anhand des Paketmaßes berechnet.

Amazon testet stets

Bereits im Februar dieses Jahres wurde die Bearbeitungsgebühr für stark retournierte Waren in allen Kategorien, mit Ausnahme von Schuhen und Bekleidung, eingeführt. Zum 15. Mai wurde die Gebühr für die Kategorie „Rucksäcke und Handtaschen“ dann jedoch wieder ausgesetzt. Zudem kündigte das Unternehmen an, alle seit Anfang Februar erhobenen Bearbeitungsgebühren zu erstatten.

Offenbar hatte diese Ausnahme aber nicht den erhofften Effekt. Jetzt folgt daher die Rolle rückwärts und die Kategorie ist erneut von den Gebühren betroffen.

Veröffentlicht: 18.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 18.09.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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