Amazon belegt Händler mit neuem Zuschlag – auch in Deutschland

Veröffentlicht: 07.04.2026
imgAktualisierung: 07.04.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
07.04.2026
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Logo des Online-Händlers Amazon auf einem Versandkarton
pio3 / Depositphotos.com
Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise massiv in die Höhe. Die Folgen sind nicht nur an den hiesigen Tankstellen zu spüren.


Für Online-Händler auf Amazon wird es teurer: Aufgrund der steigenden Ölpreise und Betriebskosten infolge des Iran-Kriegs erhebt Amazon einen zusätzlichen Treibstoff- und Logistikzuschlag in Höhe von 1,5 Prozent auf die Versandgebühren. Dieser vorübergehende Preisaufschlag sei notwendig, „um einen Teil der tatsächlichen Kostensteigerungen, denen wir ausgesetzt sind, auszugleichen“, heißt es in der offiziellen Meldung im Seller Central.

Für den hauseigenen Fulfillment-Bereich und den Multi-Channel-Versand (MCF) gelten dabei unterschiedliche Starttermine. Der FBA-Zuschlag soll bereits ab dem 17. April 2026 greifen. Betroffen sind Seller in Deutschland, aber auch in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, in den Niederlanden, Polen, Schweden, Spanien sowie dem Vereinigten Königreich. Für den Multi-Channel-Versand (MCF) fällt der Startschuss am 2. Mai 2026. Er betrifft neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Amazon will Konkurrenten bei Zuschlägen unterbieten

Amazon verweist explizit darauf, dass der Zuschlag nicht etwa auf den Verkaufspreis der Produkte, sondern auf die Versandgebühren erhoben werde. Außerdem liege er demnach deutlich niedriger als bei anderen Logistikdiensten. Im Schnitt müssen Händler 0,05 Pfund bzw. 0,05 Euro pro Einheit für EU-FBA veranschlagen. Je nach Produktgröße und Abmessung könne es aber zu Abweichungen kommen.

„Die Berichte Gewinnanalyse, Einnahmenrechner und Gebühren- und Wirtschaftlichkeitsvorschau wurden aktualisiert, um den Zuschlag zu berücksichtigen und sowohl die Auswirkungen pro Einheit als auch die gesamten geschäftlichen Auswirkungen für Ihre FBA-Produkte abzubilden“, schreibt Amazon. Man werde die Lage und die Entwicklung der aktuellen Situation weiterhin prüfen.

Zuschlag in den USA liegt höher

Auch für den US-amerikanischen Heimatmarkt und Kanada hatte Amazon einen solchen Zuschlag angekündigt. Laut CNBC liegt er hier mit 3,5 Prozent allerdings nochmal höher. Hier liege der durchschnittliche Aufschlag bei etwa 17 Cent pro Einheit für Sendungen, die über Fulfillment by Amazon (FBA) abgewickelt werden.

Veröffentlicht: 07.04.2026
img Letzte Aktualisierung: 07.04.2026
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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