Amazon hat sich im weltweiten Umsatzranking an die Spitze gesetzt und damit Walmart nach Jahren vom Thron gestoßen. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern Erlöse von 717 Milliarden US-Dollar, während Walmart auf 713 Milliarden US-Dollar kam. Wesentliche Wachstumsimpulse stammen aus zwei Säulen des Geschäftsmodells: dem E-Commerce-Kerngeschäft und dem stark expandierenden Cloud-Bereich AWS.
Stellenstreichungen und Cloud-Fokus
Die Dynamik zeigt sich auch in den Kennzahlen: Amazon steigerte seinen Umsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent. Der operative Gewinn legte sogar noch deutlicher zu und stieg um knapp 17 Prozent auf rund 80 Milliarden US-Dollar.
Begleitet wurde diese Entwicklung von umfassenden Umstrukturierungen: Während in Verwaltungsbereichen Tausende Stellen gestrichen und weitere Effizienzmaßnahmen angekündigt wurden, stellt das Unternehmen in wachstumsstarken Geschäftsfeldern weiterhin ein. Der Fokus liegt erkennbar auf Profitabilität, Skaleneffekten und technologischer Differenzierung – insbesondere durch AWS, das als hochmargiger Treiber die Gesamtperformance stützt.
Amazon dominiert den Handel
Walmart hatte die Fortune-500-Rangliste der umsatzstärksten Unternehmen seit 2014 ununterbrochen angeführt. Amazons Aufstieg verlief rasant: 2020 gelang der Sprung in die Top 10, 2022 bereits auf Rang zwei. Hinter den beiden Handelsgrößen reihen sich vor allem Energie- und Rohstoffkonzerne ein, die von hohen Preisen und anhaltender Nachfrage profitieren, so Heise. Unter den Tech-Konzernen bleibt Apple mit zuletzt 391 Milliarden US-Dollar Umsatz auf Platz acht ein Schwergewicht. Aus deutscher Sicht ist Volkswagen die bestplatzierte Unternehmensgruppe – ein Indiz für die anhaltende Bedeutung des Automobilsektors im globalen Vergleich.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
Kommentar schreiben