Razzia bei Amazon: Illegale Importe und Steuerbetrug im Fokus

Veröffentlicht: 26.11.2025
imgAktualisierung: 26.11.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
26.11.2025
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Amazon-Logo an Logistikzentrum
alexeynovikov / Depositphotos.com
Amazon-Standorte in Italien wurden von der Polizei durchsucht. Der Marktplatz sei ein „Trojanisches Pferd“ für China-Händler.


Die italienische Polizei hat Ermittlungen rund um Amazon eingeleitet. Im Fokus steht der Verdacht, dass über die Plattform chinesische Waren illegal nach Europa importiert wurden. Dabei soll es zu massiven Steuerhinterziehungen in Millionenhöhe gekommen sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Zu Beginn der Woche durchsuchte die Guardia di Finanza, eine auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Polizeieinheit, sowohl die Unternehmenszentrale von Amazon in Mailand als auch ein Logistikzentrum in der Provinz Bergamo. Gerichtsdokumenten zufolge wird Amazon vorgeworfen, als eine Art „trojanisches Pferd“ fungiert zu haben, um falsch deklarierte Waren aus China nach Italien zu bringen. Diese Waren sollen ohne korrekte Zoll- und Steuerzahlungen in den europäischen Markt eingeführt worden sein. Im Rahmen der Razzia wurden etwa 5.000 Produkte, darunter Spielzeuge und elektronische Geräte, aus dem Logistikzentrum beschlagnahmt.

Ausweitung auf andere Länder wahrscheinlich

Laut Berichten könnten europaweit bis zu 500.000 Produkte von ähnlichen illegalen Importen betroffen sein. Dabei handelt es sich vor allem um Waren, die über Amazon verkauft werden. Neben Italien wurden auch andere betroffene EU-Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und Polen, von den italienischen Behörden über die Ermittlungen informiert.

Amazon selbst hat in einer Stellungnahme betont, sich strikt an alle geltenden Gesetze zu halten und eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen erklärte, man unterstütze die Ermittlungen und arbeite daran, mögliche Verstöße durch Dritte zu verhindern. Dennoch wirft der Fall Fragen zur Rolle von Online-Marktplätzen wie Amazon im internationalen Handel auf – insbesondere im Hinblick auf die Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Veröffentlicht: 26.11.2025
img Letzte Aktualisierung: 26.11.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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johfrit@yahoo.de
27.11.2025

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Wenn Reuters das berichtet wird es stimmen. Wer glaubt an die Redseligkeit von A. ? Wer keine Gewinnsteuern bezahlt, Händler schlechter als Sklaven behandelt wird aus Geldgier auch dazu bereit sein oder?
Morpheus Seder
27.11.2025

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Amazon ist generell voller nicht authentisierter Ware aus China. Man kann auf Urheberechtsverletzungen hinweisen und es bewegt sich nichts.
Patrik
27.11.2025

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Das muss niemand "bestätigen". Da dies (und vieles andere) schon seit Jahren so ist. Da gibt es noch Temu und andere... Problem ist nur, es traut sich keiner richtig da ran. Weder die EU noch National. Ist wie mit Digitalsteuer in Deutschland - Riesen Brüller und Schenkelklopfer auf jeder Betriebsfeier! Zumindest die Italiener versuchen's...
Andree
27.11.2025

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Sollte sich das bestätigen, erst einmal gilt ja die Unschuldsvermutung, dann sollte es entsprechende Strafen geben, höher als der Umsatz, ein vielfaches, dann wird man sich zukünftig überlegen ob man das wieder macht.