Risikomanagement oder Kapazitätsmanagement?
Bereits unterschriebene Verträge sollen dabei weiterhin gesichert sein. Vom Stopp betroffen sind dagegen noch laufende Verhandlungen über sogenannte Co-Location-Projekte. Dabei handelt es sich um Rechenzentren, bei denen mehrere Unternehmen sich den Standort sowie dessen Betriebsausgaben teilen.
Der Rückzieher kommt kurz nachdem Trump hohe Einfuhrzölle insbesondere auf Waren aus China verhängte. Da Amazon einen durchaus hohen Anteil seiner Waren aus China bezieht, könnte dies dem Konzern beträchtliche Mehrkosten verursachen. Das sowie ein sinkender Aktienwert an der US-Börse legen die Vermutung nahe, dass finanzielle Bedenken in die Entscheidung einflossen.
Das streitet jedoch Kevin Miller, Vize-Präsident Global Data Centers bei Amazon, in einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn ab: „Es handelt sich um ein routinemäßiges Kapazitätsmanagement, und es gab in letzter Zeit keine grundlegenden Änderungen in unseren Expansionsplänen.“
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