Amazon streicht Tausende Jobs – bis zu 30.000 Mitarbeiter betroffen

Veröffentlicht: 26.01.2026
imgAktualisierung: 26.01.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
26.01.2026
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Logo des Online-Händlers Amazon
ericbvd / Depositphotos.com
Der Online-Riese Amazon plant neue Stellenstreichungen im Unternehmen. Der Fokus liegt auf Effizienzsteigerungen.


Amazon steht vor einer weiteren großen Entlassungswelle im Unternehmensbereich. Nach Informationen von Insidern, auf die sich Reuters bezieht, soll der Abbau von Stellen bereits in dieser Woche weitergehen. Insgesamt könnten damit bis zu 30.000 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen. Die Kürzungen sind Teil eines längerfristigen Plans, die Unternehmensstruktur zu straffen und effizienter zu gestalten.

Große Welle an Entlassungen startete bereits im Herbst

Bereits im Oktober hatte Amazon rund 14.000 Stellen im Unternehmensbereich gestrichen. Die nun vorhergesagte, neue Welle an Kürzungen soll den Insidern zufolge eine ähnliche Größenordnung erreichen. 2.000 weitere Stellen könnten dann laut t3n später im Jahr folgen.

Welche Bereiche genau betroffen sind, war in Gänze zunächst noch unklar – im Raum stehen demnach Teams der Cloud-Sparte Amazon Web Services, des Einzelhandels, des Streaming-Segments Prime Video sowie die Personalabteilung des Konzerns.

Künstliche Intelligenz als Faktor von Entlassungen

Unternehmenschef Andy Jassy hatte im Herbst darauf verwiesen, dass der anvisierte Stellenabbau nicht unbedingt aus finanziellen Überlegungen resultiere und auch nicht primär mit dem verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz zusammenhänge. Vielmehr gehe es um die Unternehmenskultur und den Abbau von Bürokratie – offenbar geht es unter anderem um die Straffung unnötiger Hierarchieebenen.

Trotz dieser Aussagen dürfen dem Einfluss von KI auch personelle Konsequenzen angelastet werden. Künstliche Intelligenz spielt bei Amazon eine entscheidende Rolle, um Prozesse zu optimieren und Kosten einzusparen. Selbst Jassy rechnet damit, dass KI langfristig dazu führen werde, dass die eigene Zahl an Beschäftigten sinken wird.

Sollten sich die Berichte bestätigen, wären insgesamt zehn Prozent der weltweit rund 300.000 Unternehmensmitarbeiter von Amazon betroffen. Damit wäre es die bisher größte Entlassungswelle in der Geschichte des Unternehmens – und würde selbst die Post-Corona-Streichungen übertreffen, die ab 2022 rund 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasste.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 26.01.2026
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Ines Gröne
03.02.2026

Antworten

Das wird auch für uns amazon-Händler sehr hart. amazon "KI" ist in den "Kinderschuhen" steckengeblieben, weil sie noch lange nicht zu ende gedacht worden ist. amazon selbst bleibt völlig taub und beratungsresistent. Allein bei mir sind es schon jetzt mehr als 2.000 gesperrte Artikel, weil die amazon "KI" sämtliche DDR-Sammlerbriefmarken als RAM-Speichertechnologie klassifiziert hat und dieses auch auf meinen Artikelseiten genau so anzeigt. Nicht nur, dass es für mich peinlich ist, amazon fordert nun eine EAR-Nummer nach EU-Batterieverordnung. Oft beschwert, oft darüber lustig gemacht, aber amazon bleibt taub. Ich kann nur jeden raten: Sucht nach amazon-Alternativen! Ich habe das gemacht.
cf
27.01.2026

Antworten

Aber gut, dass die EU die Großunternehmen immer fördert und die kleinen mit zusätzlichen Pflichten belegt. Mal sehen ob irgendwann die Erkenntnis reift, dass die kleinen Unternehmen die Wirtschaft tragen. Aber dazu müssen die großen vermutlich nocht viel mehr Schaden anrichten.... Wer mit gehobener Nase herumläuft, sieht den Abrund nunmal erst, wenn er direkt davor steht...
K.I
27.01.2026
Meinung: auf den Punkt gebracht! Absolut richtig erkannt! aktuelles Beispiel: 2012 eröffnete Zalando den Standort Erfurt - Zalando schließt Standort in Erfurt 2026: somit 2.700 Arbeitsplätze weg! - Laut Wirtschaftsministerium hatte der Konzern für den Aufbau des Standortes Erfurt 22 Millionen Euro Fördermittel erhalten! aus Steuergeldern - super! Zurückgefordert werden kann das Geld nach Angaben eines Sprechers nicht, dafür sei die Frist von zehn Jahren abgelaufen. Tolles Geschäft für Zalando! Bei Amazon wird es nicht anders aussehen!