Amazon dominiert Europa: Deutschland und Großbritannien mit Umsatzsprung

Veröffentlicht: 10.02.2026
imgAktualisierung: 10.02.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
10.02.2026
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Amazon steigerte 2025 seine Umsätze in Deutschland stärker als im Heimatmarkt – trotz zunehmendem regulatorischen Druck.


Amazon konnte im Jahr 2025 seine Umsätze in den beiden größten europäischen Märkten signifikant steigern. Deutschland bleibt mit einem Umsatz von 45,9 Milliarden US-Dollar weiterhin der wichtigste Markt des Unternehmens in Europa. Doch Großbritannien rückt mit einem Umsatz von 43,2 Milliarden US-Dollar näher heran. Beide Länder verzeichneten beeindruckende zweistellige Wachstumsraten, die das Wachstum in den USA sogar deutlich übertrafen, so Ecommerce News.

Europa zeigt starkes Wachstum – USA und Japan abgehängt

Mit einem Wachstum von 12,3 Prozent in Deutschland und 14,2 Prozent im Vereinigten Königreich überholten diese Märkte nicht nur die USA (11,8 Prozent), sondern auch Japan (12,0 Prozent). Amazons weltweiter Gesamtumsatz erreichte 716,9 Milliarden US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist dabei auch der zusammengefasste Rest der Welt (also ohne USA, Deutschland, Großbritannien und Japan), der erstmalig die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Umsatz überschritt.

Neben den etablierten Märkten investiert Amazon gezielt in kleinere europäische Länder wie die Niederlande und Belgien, um seine Marktstellung weiter auszubauen. Doch nicht überall läuft es reibungslos: In Deutschland sieht sich Amazon wachsendem regulatorischem Druck ausgesetzt. Das Bundeskartellamt hat den E-Commerce-Riesen dazu verpflichtet, seine Preisvorgaben für Drittanbieter zu überarbeiten. Amazon hat angekündigt, diese Entscheidung rechtlich anzufechten.

Veröffentlicht: 10.02.2026
img Letzte Aktualisierung: 10.02.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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ralf
11.02.2026

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klar wächst Amazon immer weiter. Alle Drittanbieter stehen ja auch unter Kontrolle. Auch wenn das Kartellamt die Preisvorgaben gestoppt hat, aber solange Amazon das Geld der Drittanbieter bis zu 45 Tagen (Rechnungskauf + DD +7) eingehalten kann, ist das eine richtige Wettbewerbsverzerrung. Wenn ein Untermehmen, anderen Unternehmen und damit allen Mitbewerbern Liquidität entzieht und diese selber nutzen kann und dadurch Zinsgewinne (Amazon wird das zurückgehaltene Geld wohl nicht in einer Schublade lagern, sondern zinsbringend auf einer Bank haben), wo ist das noch fairer Wettbewerb. Das ist sowas möglich ist ist schon unglaublich, aber noch unglaublicher ist, dass hier das Kartellamt zuschaut. Alle Händler geben Amazon einen zinslosen Kredit. Ja da mache ich mir schon sorgen.
C.H.
11.02.2026

Antworten

Irgendwie entwickelt sich das ganze gruselig. Die Fußgängerzonen veröden, kleine Onlineshops leiden nicht nur durch Kundenschwund sondern auch durch bürokratische Regelungen und Amazon wächst ungebremst. Wenn sich das mal nicht irgendwann rächt. In der Berufsschule lernte man damals Begriffe wie Ologopol, Monopol usw.