Kritik: Weniger Effizienz durch Homeoffice
Amazon-CEO Andy Jassy begründet die Anwesenheitspflicht generell damit, dass Teamkolleg:innen die Kultur einfacher erlernen und praktizieren könnten, die Zusammenarbeit und kreative Arbeit effektiver sei und die Teams untereinander besser verbunden seien: „Wenn wir auf die letzten fünf Jahre zurückblicken, glauben wir weiterhin, dass die Vorteile des gemeinsamen Arbeitens im Büro erheblich sind“, erklärte er damals in einer Ankündigung zur Wiedereinführung der 5-Tage-Regelung.
Damit ist er nicht allein. In den USA haben die größeren Tech-Konzerne, etwa X (ehemals Twitter) und Meta, ihre Homeoffice-Regelungen in den letzten Jahren ebenfalls zurückgenommen. Was an der Heimarbeit so schlimm ist, dafür findet jüngst auch Jamie Dimon, Chef der US-Bank J.P. Morgan, deutliche Worte, berichtetet das Manager Magazin. In einem Audiomitschnitt aus einem Townhall-Meeting, in dem der Bankenchef seine Perspektive zur Arbeit nach der Pandemie teilt und der derzeit in den sozialen Netzwerken zu finden ist, kritisierte er die negativen Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Während Mitarbeitende in Zoom-Calls sind, würden sie beispielsweise in E-Mails schauen, oder einander Texte schicken, in denen sie andere Personen beleidigen. „Unaufmerksam, unvorbereitet. Wenn ihr nicht glaubt, dass das die Effizienz und die Kreativität verschlechtert und stattdessen für Unfreundlichkeit sorgt – das tut es“, sagt Dimon. „Und erzählt mir nicht diesen Sch***, die Arbeit von Zuhause am Freitag würde funktionieren. Ich rufe freitags eine Menge Leute an, und nicht eine verdammte Person ist zu erreichen.“
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