Die US-amerikanische Steuerbehörde IRS hat einen Kampf gegen Amazon verloren. Dabei ging es um 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Entscheidung des US-Gerichts hat weitreichende Auswirkungen.
Jeff Bezos wird aufatmen: Der US-Richter Albert Lauber hat im Steuerstreit zwischen Amazon und der US-Steuerbehörde IRS zugunsten des Online-Händlers entschieden. Die Behörde habe die immateriellen Vermögenswerte, die Amazon seiner Luxemburg-Tochter Amazon Europe Holding Technologies SCS vor mehr als zehn Jahren übertragen hatte, nach Ansicht des Richters zu hoch angesetzt. Amazon selbst gab an, dass es in dem Steuerstreit um Transaktionen aus den Jahren 2005 und 2006 ging. Bei einer Niederlage hätte das Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar plus Zinsen zahlen müssen, berichtet Fortune.
Für Amazon wäre das eine Katastrophe gewesen: Das Unternehmen hat im Jahr 2016 einen Gewinn von 2,37 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das war viermal mehr als in den vier vorherigen Jahren zusammen. Allein die Steuerrückzahlung ohne Zinsen hätte also mehr als die Hälfte des Gewinns verschlungen. Zudem hätte eine Niederlage eine „erhebliche“ Steuerschuld für die folgenden Jahre bedeuten können.
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