Als Amazon verkündet hat, sich eine eigene Flugzeugflotte aufbauen zu wollen, um einen weiteren Teil der Logistikkette unter Eigenregie zu nehmen, war das ein Paukenschlag. Nun kontrolliert das Unternehmen auch teilweise die Seewege.
Zu Wasser, zu Land und in der Luft: Amazon will offenbar die Logistikkette vollumfänglich unter Eigenregie führen und so möglichst viel Kontrolle über die Lieferwege der Produkte haben. Wie TechCrunch berichtet, hat das Unternehmen nun damit begonnen, Produkte von chinesischen Händlern mit Frachtschiffen in die USA zu transportieren, um sie dort in seinen Logistikzentren einzulagern. Bislang habe Amazon diesen Bereich der Logistikkette noch von Drittunternehmen abwickeln lassen. Nun kontrolliert das Unternehmen den Seeweg aber offenbar selbst – zumindest zum Teil.
Amazon hat – zumindest noch – keine Schiffe selbst gekauft. Auch die Crews, die die Frachter durch den Pazifik steuern, sind nicht bei Amazon direkt angeheuert. Amazon tritt nun vielmehr als Logistikanbieter und Organisator für Unternehmen auf, die die Schiffe besitzen. Amazon bucht also die Frachträume in den Ozeanriesen und kümmert sich um den Transport der Güter von den Schiffen zu den Logistikzentren und andersherum. Bislang habe Amazon schon mindestens 150 Container mit aus China importierten Gütern abgewickelt, heißt es weiter.
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