Vom Online-Supermarkt und der Verschmelzung des Marktes
Was es tatsächlich Neues bei Amazon gibt (zum Beispiel im Bereich der Online-Lebensmittel), darüber wird wie gewohnt Stillschweigen bewahrt: „… es macht keinen Sinn, etwas anzukündigen, bevor unsere Kunden es auch ausprobieren können“, so Kleber. Dennoch stehe das „Grundziel“ bereits fest: Man wolle alle Produkte anbieten, die bei den Kunden gefragt sind. Und so ist es „letztlich nur eine Frage der Zeit, bis Sie auch Obst und Gemüse bei Amazon bestellen können.“
Auch wird sich der Markt an sich immer weiter verändern: „Produzenten und Konsumenten, Händler und Kunden werden immer stärker verschmelzen“, prophezeit Ralf Kleber. Diese Entwicklungen sind schon seit geraumer Zeit sichtbar und werden noch weiter vonstattengehen. Und Amazon kann dabei durch eigene Ressourcen mitwirken:
„Eine Kernfunktion von Amazon ist nicht mehr nur der reine Verkauf von Ware, sondern das Bereitstellen von Infrastruktur. Autoren werden über uns zu Verlegern, Händler nutzen unseren Marktplatz, um neue Kunden zu erreichen und StartUps greifen auf unsere Rechenkapazitäten zurück oder kaufen Logistikdienstleistungen bei uns ein.“ Hier zeigt sich, dass Amazon nicht nur ein Standbein hat, sondern mit umfassenden Leistungen punkten, enorm verschiedene Zielgruppen erreichen und auch als Dienstleister erfolgreich sein will.
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