Anlaufstelle Nr. 1: Amazon dominiert die Online-Produktsuche

Veröffentlicht: 07.10.2015
imgAktualisierung: 07.10.2015
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
07.10.2015
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Amazon-Gründer: Jeff Bezos Karikatur
Eine neue Studie gibt Hinweise darauf, das Amazon immer mächtiger wird und für immer mehr Kunden die Anlaufstelle Nummer 1 im Internet ist.


Amazon macht alles richtig. Das Unternehmen hat nämlich nicht nur viele seiner Konkurrenten im Griff, sondern auch seine Kunden. Diese scheinen so überzeugt von dem Angebot und dem Service der Plattform, dass immer mehr Käufer ihre Online-Shopping-Trips direkt auf Amazon beginnen. Für Konkurrenten ist dies eine dramatische Entwicklung.

(Bildquelle Jeff Bezos - Caricature: DonkeyHotey via Flickr, Bildausschnitt, bestimmte Rechte vorbehalten)

 

In der Vergangenheit gab es bereits Studien, die gezeigt haben, dass Kunden die Welt von Amazon lieben und dabei andere Anbieter links liegen lassen. Doch eine neue Studie des E-Commerce-Unternehmens BloomReach zeigt, wie dominant der Konzern mittlerweile geworden ist: Demnach beginnen 44 Prozent der Shopper ihre Produktsuche bei Amazon.

Selbst Google kann da nicht mithalten! Denn die Suchmaschine bildet bei „lediglich“ 34 Prozent der Shopper die Anlaufstelle Nummer 1, wenn es ums Einkaufen im Internet geht. Darüber hinaus scheinen die Websites anderer Händler mit nur 21 Prozent recht abgeschlagen. Wie recode berichtet, wurden bei der Studie 2.000 Online-Shopper in den USA befragt.

Amazons Marktmacht wächst und wächst

Als 2012 eine ähnliche Umfrage gestartet wurde, sah es für Amazon-Konkurrenten noch wesentlich besser aus: Damals ergab eine Studie von Forrester Research, dass Amazon für etwa 30 Prozent der US-Online-Shopper der Startpunkt war. Auch die Suchmaschinen lagen mit 13 Prozent weit unterhalb der heutigen Werte. – Zwar gibt recode zu bedenken, dass die beiden Studien nicht unbedingt direkt miteinander verglichen werden können, weil sie von zwei unterschiedlichen Unternehmen auf Grundlage verschiedener Methoden durchgeführt wurden. Doch zumindest eine Tendenz dürfte sich daraus ablesen lassen.

Einer der Grundpfeiler dieser Entwicklung dürfte wohl das Treueprogramm Amazon Prime sein. Es hat sich herausgestellt, dass Prime-Kunden nicht nur mehr Zeit auf Amazon verbringen, sondern auch weitaus tiefer in die Taschen greifen und alles in allem viel mehr Geld ausgeben als Nicht-Prime-Kunden (wir berichteten). Der aggressiven Prime-Taktik steht anscheinend nicht nur der stationäre Handel machtlos gegenüber – auch andere Online-Anbieter und selbst Google scheinen bis dato kein Patentrezept zur Gegenwehr gefunden zu haben.

 

Veröffentlicht: 07.10.2015
img Letzte Aktualisierung: 07.10.2015
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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