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Schock bei Amazon-Visa-Karte: Punkte weg wegen frühzeitiger Sperre

Veröffentlicht: 01.12.2023
imgAktualisierung: 01.12.2023
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
01.12.2023
img 01.12.2023
ca. 3 Min.
Amazon-Visa-Karte
Eui Jong Kim / shutterstock.com
Die Amazon-Visa-Karte sollte bis 30. November gültig sein. Für viele Nutzer:innen kam die Sperre aber einen Tag zu früh.


Manche Nutzer:innen verloren Punkte im Wert von 35 Euro.

Dass die Kooperation von Amazon und der Landesbank Berlin (LBB) zu einem Ende kommen würde, ist bereits seit 2021 bekannt. Im Sommer dieses Jahres kamen dann konkrete Informationen zu den Sperrfristen, der möglichen Weiternutzung und den gesammelten Bonuspunkten. Wie Golem in Erfahrung bringen konnte, erlebten am 30. November jedoch zahlreiche Kund:innen einen Schock, als die Karte einen Tag zu früh gesperrt wurde. Dabei gingen auch sämtliche gesammelten Amazon-Punkte verloren. 

Fehlkommunikation bei der LBB

Eigentlich sollte die Amazon-Visa-Karte bis zum 30. November 2023 nutzbar sein. Das bedeute, dass auch die über die Karte gesammelten Bonuspunkte noch bis zu diesem Stichtag hätten abbuchbar sein sollen. Wie jedoch einige Kund:innen gegenüber Golem schilderten, sollen einige Karten bereits in den frühen Morgenstunden des letzten Novembertages ihre Gültigkeit verloren haben. 

Wer also bis zuletzt Punkte sammelte und diese am letztmöglichen Tag retten wollte, wurde enttäuscht. Nach Aussage eines LBB-Hotline-Mitarbeitenden soll dem Kundendienst dabei eine andere Information vorgelegen haben. Demnach wäre der 30. November nicht der letzte Nutzungstag, sondern Stichtag der Kartensperrung. Folglich nahmen die Kundendienstmitarbeitenden an, dass Punkte bis spätestens 29. November hätten abgebucht werden sollen.

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Punkteverlust – Was nun?

Mit der Amazon-Visa-Karte konnten Nutzer bei jedem Einkauf Punkte sammeln. Insgesamt 500 Punkte ergaben dabei ein Guthaben von 5 Euro, welche wahlweise zur Reduzierung des Jahreskartenpreises (19,99 Euro für Nicht-Prime-Mitglieder) oder als Einkaufsguthaben für Amazon-Käufe eingelöst werden konnten.

In den bekannten Fälle der frühzeitigen Kartensperre berichteten Nutzer:innen von Verlusten im Wert von zehn bis 35 Euro. Auf Nachfrage bei der LBB, ob diese Verluste kompensiert würden, verwies eine Sprecherin nur darauf, dass diese Fragen direkt mit den betreffenden Personen geklärt würden.

Wer also ebenfalls vom Punkteverfall betroffen ist, sollte sich jetzt am besten mit der Bank in Verbindung setzen, um den individuellen Fall zu klären.

Weiternutzung unter bestimmten Bedingungen bis 2024 möglich

Nicht alle Karten wurden zum 30. November gekündigt. Die Bank unterbreite den Nutzer:innen ein Angebot für eine Kreditkarte, ohne Bezug zu Amazon. Wer das Angebot bis zum 15. November schriftlich bestätigte, erhielt zunächst auch für die Amazon-Visa-Karte eine verlängerte Übergangsfrist. In diesen Fällen soll die alte Karte, und damit auch das Punkte-Konto, noch bis zum 26. März 2024 nutzbar sein.

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Veröffentlicht: 01.12.2023
img Letzte Aktualisierung: 01.12.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
5 Kommentare
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Steffen
11.12.2023

Antworten

Habe meine Punkte verloren, nur weil dieses Pack von der Sparkasse und von Amazon sich einfach mal auf dies Weise die dicken Taschen noch voller machen. Wenn man es verpasst hat die Punkte einzulösen, sind sie halt weg. Ich überlege sämtliche Geschäftsbezieh ungen ob dessen abzubrechen. Kontowechsel bei der Sparkasse und Verzicht auf Amazon. Es wäre ein leichtes gewesen, hätte man die Bonuspunkte automatisch auf das Amazonkonto übertragen. Aber auf diese Weise ist es ihnen gelungen ihre eigene Reputation gehörig zu beschädigen. Danke dafür! Jeder schadet sich halt so gut, wie die Gier es zulässt.
Jan
05.12.2023

Antworten

@Buettner: Ich hatte die Karte schon früher gekündigt und dann kamen Gutschriften. Die wurden mir ohne vorherige Kommunikation auf mein Konto überwiesen.
Niclas
04.12.2023

Antworten

Hallo "James",

ich denke, niemand hat Sie zum Sprecher der geprellten Kartennutzer gewählt (oder sind lediglich ein "amazon"-Bot)?

Faktisch gab es nämlich keinen Grund, NICHT bis zum letzten Tag zu warten. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man um 3, 12 oder 35 Euro geprellt wurde. Das Ganze hat allem Anschein nach System, denn bereits Ende September, als die ersten Karten ausgelaufen sind (einfach mal Google bemühen), gab es just zum Ende der Laufzeit angebliche "Wartungsarbeit en", die ein Einlösen der Punkte verhinderten ... was für ein Zufall!

Daran ist also rein gar nichts "lächerlich", denn die +/- 35 Euro im Einzefall summieren sich bei der schieren Menge an beendeten Kartenverträgen ganz sicher zu einer mehr als ordentlichen Summe ... daher ist diese Berichterstattu ng nicht nur richtig, sondern man sollte überdies unbedingt am Ball bleiben!
Buettner
01.12.2023

Antworten

Was passiert mit Gutschriften aus Retouren über Amazon bis 31.1.2024,
die von Amazon immer auf dem selbem wie der Zahlungsweg genutzt wird?
James
01.12.2023

Antworten

Tja selbst Schuld, wenns um "viel" geht muss man die Nummer nicht bis zur letzten Minute ausreizen. Zumal der LBB Service/Verläss lichkeit mit der Amazon Visa zu mindest bei mir schon öfter nicht die beste war... Damals beim großen Update, bei den Kündigungen, jetzt bei den Punkten... etc.

Die Punkte in Guthaben zu wandeln dauert mit Login ca. ne Minute... Es gab keinen Grund zu warten oder nicht schon vorher den Großteil zu wandeln.

Das dann hier noch ne schockierende Überschrift draus wird und das bei bis zu 35€ ist einfach nur lächerlich.

Und auf ne große Gutschrift hat man wohl kaum gewartet bis zum Ende da die Karte bei Amazon schon viele Tage vorher wegen Lieferung etc nichtmehr ausgewählt wurde.