Amazon warnt vor vermeintlichen Schäden für Kunden und Händler
Wenig überraschend argumentiert der Online-Riese daher jetzt vehement gegen den Entwurf an. Im Unternehmensblog führt Brian Huseman, Amazon Vice President of Public Policy, jede Menge Gründe auf und warnt vor den vermeintlichen Schäden für die Verbraucher und die kleinen Unternehmen – nämlich unter anderem, wenn Amazons „große Auswahl und die niedrigen Preise“ sowie der Prime-Versand wegfiele. Insgesamt würden durch die Anwendung des Gesetzes „schwerwiegende und schädliche unbeabsichtigte Folgen für die amerikanischen Verbraucher und Kleinunternehmen“ drohen.
Beispiel Prime: Laut dem Gesetzesentwurf müsste Amazon anderen Logistikanbietern die Ausführung von Prime-Bestellungen erlauben. Das würde aber Amazons eigenen Anspruch gefährden, heißt es. „Wir haben versucht, unseren Vertriebspartnern zu gestatten, andere Logistikanbieter zu nutzen, um Prime-fähige Produkte zu den Kunden zu bringen. Leider waren diese Anbieter nicht in der Lage, die von Prime-Kunden erwarteten Lieferfristen einzuhalten“, sagt Huseman. Eine derartige Verschlechterung des Prime-Services würde also nicht nur Amazon erheblich schaden, betont der PR-Mann, „sondern, was noch wichtiger ist, jedem amerikanischen Verbraucher und Kleinunternehmen, das derzeit auf den Prime-Service angewiesen ist.“
Überhaupt verweist Amazon auch bei anderen Aspekten immer wieder auf die möglichen Folgewirkungen für alle – etwa auch auf die Arbeitsplätze, die an der gesamten Amazon-Struktur inklusive Dritthändler und Logistik hängen. Nach Walmart ist Amazon bereits der zweitgrößte private Arbeitgeber weltweit.
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