Amazon Logistik – Poststreik umgehen und alternative Zustellmöglichkeiten
Der Juni war geprägt durch Streiks. Vor allem der Poststreik setzte und setzt noch immer vielen Online-Händlern zu. Dass da Pakete von Amazon pünktlich beim Kunden ankommen, verwunderte viele Kunden und Konkurrenten. Gerüchte, dass die Deutsche Post die Sendungen von Amazon aus den Paketbergen „herauspickt”, um sie zuzustellen, machten die Runde. Es heißt aus den Kreisen der Mitarbeiter, dass die Sortieranlagen gezielt nach Kartons des Konzerns suchen, um diese weiterzuverarbeiten. Sollten die Gerüchte stimmen, zeigt dies nur einmal mehr, welche Macht Amazon hat.
Um aber zukünftig nicht mehr (so sehr) auf Paket-Dienstleister angewiesen zu sein, plant der US-Riese eine neue App namens „On my way“ – also „Auf meinem Weg“. Das Ziel der App: Privatpersonen sollen zu Paketboten werden. Sollte das System funktionieren, könnte Amazon so seine Lieferkosten verringern und wäre weniger von den Lieferdiensten abhängig. Bevor es damit allerdings losgehen kann, müssen noch einige Details geklärt werden.
Eine schnelle Lieferung gehört zu Amazons Strategie und sorgt für glückliche Kunden. Amazon Prime Now – der Same-Day-Delivery Service, der Ware binnen einer Stunde liefern soll – startet nun in London. Überhaupt hat sich Amazon nicht lumpen lassen und in Vorbereitung auf den Kinostart des neuen „Minions“-Films die eigenen Pakete knallgelb und mit Minions bedruckt.
Aber auch für die Marktplatz-Händler gibt es im Bereich Logistik Neuigkeiten. Denn Amazon lässt nun auch Produkte für sein Prime-Programm zu, wenn sie aus den Logistikzentren von den Händlern selbst verschickt werden. Bisher mussten Händler ihre Produkte von einem Amazon-Logistikzentrum in Zuge des Fulfillment-by-Amazon-Programms verschicken lassen, um für Prime zugelassen zu sein.
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