Diebe überfallen und plündern Züge voller Amazon-Pakete

Veröffentlicht: 17.01.2022
imgAktualisierung: 17.01.2022
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.01.2022
img 17.01.2022
ca. 2 Min.
Berge von geplünderten Amazon-Paketen an Gleisen in der Nähe von Los Angeles
Ringo Chiu / Shutterstock.com
Amazon und andere Händler haben in den USA ein großes Problem: Diebe plündern immer wieder Züge voller Pakete.


Eine neue Art der Kriminalität stellt Online-Händler in den USA vor große Probleme.

Überfälle in der Logistik kennt man hierzulande vor allem etwa auf LKW: Sogenannte Planenschlitzer verschaffen sich auf Rastplätzen Zugriff auf die Laderäume und stehlen die Waren. In den USA gibt es derzeit ebenfalls ein massives Problem mit Überfällen – allerdings nicht auf LKW, sondern auf Züge.

Betroffen sind insbesondere Zugstrecken im US-Bundesstaat Kalifornien, genauer gesagt Züge, die sich auf dem Weg in die Innenstadt von Los Angeles befinden und aufgebrochen werden: Hier sollen Diebe in den vergangenen Monaten immer wieder Frachtcontainer von Zügen überfallen, Pakete aufgerissen und die entsprechenden Ware gestohlen haben. Wie groß das Problem tatsächlich ist, zeigen Bilder der Müllberge, die sich entlang der Gleise gebildet haben – hier stapeln sich Tausende aufgerissene Pakete, aber auch wertlose Produkte, welche die Diebe zurückgelassen haben:

Tausende aufgerissene Pakete liegen an Gleisen Nahe LA
Ringo Chiu / Shutterstock.com

Müll-Chaos an den Bahnschienen

Die Müllberge offenbaren dabei nicht nur zerrissene Pakete von Amazon, sondern auch Sendungen anderer Online-Händler, wie Spiegel Online berichtet. Die Berichte stützen sich unter anderem auf eine Reporterin des Nachrichtenkanals CBS Los Angeles, die vor Ort war. Aufnahmen zeigen das Chaos an den Zugschienen, das mit einem Szenario aus einem Katastrophenfilm verglichen wird:

 

Die Eisenbahngesellschaft Union Pacific habe bereits Maßnahmen ergriffen, um dem Problem Herr zu werden, heißt es weiter: Gegenüber CBSLA wurde etwa bestätigt, dass man die Zahl der „Spezialagenten“ aufgestockt habe, die auf den Routen patrouillieren. Neben dem Einsatz zusätzlicher Technologien würde das Unternehmen außerdem eng mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Amazon habe überdies verlauten lassen, dass man über das Problem Bescheid wisse und im Rahmen entsprechender Fälle bereits in Kontakt mit der Polizei stand.

 

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Veröffentlicht: 17.01.2022
img Letzte Aktualisierung: 17.01.2022
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Dirk
18.01.2022

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Es ist schon krass, dass sich die USA immer mehr in das Land seiner Hollywood-Filme entwickelt. Movies wie "The Purge" & Co. suggerieren anscheinend, dass die Obrigkeit in Wirklichkeit machtlos ist, wenn die Gesetzlosen nur dreist genug sind.

Weiteres Beispiel sind die Massen-Überfäll e der letzten Monate - ebenfalls im Raum Los Angeles und San Francisco, wo Horden von 80 Jugendlichen und mehr am hellichten Tag ganze Einkaufszentren überfallen und leerräumen.
gunnar
18.01.2022

Antworten

glaube nicht, das da sich in zukunft viel ändern wird.
die haben versicherungen, teilweise lohnt es sich für die verkäufer nicht, nachforschen zu lassen usw.
habe ja schon mal den vorschlag für deutschland gemacht, als es hieß das mehr als 4 milliarden € + nicht gemeldete fälle schaden durch diebstähle auf raststätten entstehen.
das man doch einfach überall bewachte plätze macht, wohncontainer hin, 2 wachleute ( x3 schichten = 6 wachleute ) und die rund um die uhr bewachen können.
dazu überall gut auflösende kameras, nicht diese unscharfen.
schon kostet der spaß nur ca 1 milliarde für ca 2000 rast und lkw parkplätze.
die versicherungen könnten also für nur 1 milliarde kostenübernahme = 3 milliarden weniger zahlen.und dazu 10.000de arbeitplätze schaffen.
aber dann auch 3 milliarden an die versicherungsne hmer zurückzahlen.
tja,?? aber wer will seinen umsatz und gewinn dadurch verringern.? KEINER ..
und der staat möchte das eigentlich auch nicht ändern, da dann ja auch ca 1 milliarde oder mehr an steuereinnahmen durch neu beschaffung und fertigung wegfallen.
was dann einige arbeitsplätze auch kostet.
also wird alles so bleiben wie es ist.