Hat Amazon bestimmte Händler bevorzugt? – Behörde soll Verfahren planen

Veröffentlicht: 10.06.2021
imgAktualisierung: 10.06.2021
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
10.06.2021
img 10.06.2021
ca. 2 Min.
Amazon-App auf einem Screen
BigTunaOnline / Shutterstock.com
Aus Großbritannien könnte Amazon juristischer Ärger drohen. Dabei geht es um die vermutete Bevorzugung bestimmter Händler.


Vonseiten britischer Behörden könnte Amazon Ärger drohen.

Die Marktposition und Prozesse von Amazon werden immer wieder kritisch beäugt, beispielsweise von Wettbewerbshütern der EU-Kommission, die sich schon seit Jahren um einen potenziellen Machtmissbrauch des Online-Riesen sorgen. Nun allerdings könnte Amazon auch von anderer Seite her Ärger drohen, nämlich aus Großbritannien.

Dort soll sich die britische Aufsichtsbehörde Competition and Markets Authority (kurz: CMA) seit mehreren Monaten mit dem Geschäftsgebaren des Konzerns auseinandergesetzt und dabei im Speziellen auch untersucht haben, wie Amazon gesammelte Daten nutzt.

Umfang des Prozesses unklar

Auf Grundlage der mehrmonatigen Untersuchung wolle die Behörde nun laut informierter Personen ein formelles Verfahren einleiten. Konkret gehe es um den Verdacht, dass Amazon bestimmte Händler möglicherweise bevorzugt habe, heißt es in einer dpa-Meldung bei FashionUnited, die sich auf Berichte der britischen Tageszeitung Financial Times bezieht.

„Dabei könnte es darum gehen, dass Amazon auf der Plattform womöglich solche Händler bevorzugt den Käufern empfiehlt, die auch die Logistikdienste von Amazon nutzen“, heißt es weiter. Glaubt man dieser Darstellung, würde Amazon also etwa die FBA-Händler (Fulfillment by Amazon) bzw. deren Angebote auf dem Online-Marktplatz begünstigen. Wann genau ein entsprechendes Verfahren angestoßen werde und welchen Umfang dieses habe, sei zum jetzigen Stand noch nicht bekannt.

Veröffentlicht: 10.06.2021
img Letzte Aktualisierung: 10.06.2021
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben