Amazon muss nach einem Vergleich den Lieferanten seines Flex-Programms rund 62 Mio. US-Dollar Trinkgeld nachzahlen, die der Konzern einfach einbehalten hatte.
Wer einen Job sucht, kann für Amazon Flex arbeiten und mit seinem eigenen Auto Pakete ausliefern, seit 2017 gibt es das Programm auch in Deutschland. Für die Bedingungen wurde Amazon Flex auch hierzulande bereits kritisiert. Jetzt bekommt Amazon in den USA Kritik – und eine nachträgliche Rechnung auf den Tisch: Der E-Commerce-Riese muss seinen Flex-Lieferanten Jahre später ihre Trinkgelder auszahlen, wie TechCrunch berichtet.
Amazon Logistics hatte unter anderem im FAQ-Bereich der Amazon-Flex-App den Fahrern versprochen, dass das komplette Trinkgeld der Kunden an sie fließen würde. Stattdessen hätte Amazon bis 2019 – rund zweieinhalb Jahre – aber die eingenommenen Trinkgelder behalten und diese genutzt, um den zuvor gesenkten Garantie-Stundenlohn der Flex-Fahrer quasi auszugleichen. Die Fahrer wurden darüber nicht informiert, die Maßnahmen sogar verschleiert, heißt es.
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