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Amazon-Gewinn bricht massiv ein – zweites Quartal könnte schwere Verluste bringen

Veröffentlicht: 04.05.2020
imgAktualisierung: 04.05.2020
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
04.05.2020
img 04.05.2020
ca. 3 Min.
Amazon-Pakete auf einem Stapel
Sasima / Shutterstock.com
Amazon konnte im ersten Quartal 2020 die Umsätze steigern. Doch durch das Coronavirus brach der Gewinn deutlich ein.


Amazon hat die aktuellen Konzernzahlen vorgelegt: Trotz Coronakrise schrauben sich die Umsätze nach oben. Doch beim Gewinn bleiben diese Zuwächse nicht hängen.

Das erste Quartal 2020 ist vorüber und Amazon darf durchaus zufrieden sein, zumindest was die Umsätze betrifft. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen konnte der Konzern in Zeiten der Coronakrise die eigenen Umsätze massiv steigern.

Allein der Warenumsatz konnte nach Angaben von Heise Online um gut ein Fünftel wachsen und erreichte einen Wert von 41,8 Milliarden US-Dollar. Im Dienstleistungsbereich fällt das Plus sogar noch höher aus: Hier stieg der Umsatz demnach um knapp ein Drittel auf 33,6 Milliarden US-Dollar. Über alle Bereiche hinweg betrug der Konzernumsatz 75,5 Milliarden Dollar und konnte somit um gut ein Viertel anwachsen.

Amazon: Reingewinn fällt um fast 30 Prozent, internationales Geschäft bricht ein

Während die Umsätze ein deutliches Plus verzeichneten, sackte der Reingewinn von Amazon allerdings um satte 29 Prozent auf nunmehr 2,5 Milliarden Dollar ab. Grund für den spürbaren Rückgang sind unter anderem die gestiegenen Betriebskosten, die mit 71,5 Milliarden Dollar rund 29 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Der Betriebsgewinn büßte fast ein Zehntel ein und lag im ersten Quartal bei vier Milliarden Dollar.

Als Zugpferd der aktuellen Bilanz gilt der Cloud-Bereich Amazon Web Services. Hier konnten die Gewinne weiter wachsen. Ebenfalls „deutlich profitabel“ sind laut Heise außerdem die Geschäfte in Nordamerika. Anders sieht es bei den internationalen Geschäften aus: Lagen die Verluste hier im Vorjahreszeitraum noch bei 90 Millionen Dollar, sind sie im Rahmen der aktuellen Zahlen auf satte 398 Millionen Dollar angewachsen. 

„Zwar hat Amazons Geldspeicher in den ersten drei Monaten des Jahres einen Aderlass von mehr als 5,7 Milliarden Dollar hinnehmen müssen, doch ist er mit über 49 Milliarden Dollar immer noch gut gefüllt“, fasst Heise zusammen.

Jeff Bezos bereitet Aktionäre auf das Schlimmste vor

Auch in den kommenden Monaten dürfte sich die Lage aufgrund des grassierenden Coronavirus nicht so schnell verändern. Dass weiterhin mit außergewöhnlichen Umständen zu kämpfen ist und auch die kommenden Monate finanzielle Opfer erwartet werden, macht Amazon-Chef Jeff Bezos mehr als deutlich:

„Wenn Sie Amazon-Aktionär sind, sollten Sie sich vielleicht hinsetzen“, kommentierte der Unternehmer. „Unter normalen Umständen würden wir im zweiten Quartal etwa vier Milliarden Dollar Betriebsgewinn machen, oder mehr. Aber das sind keine normalen Umstände. Wir erwarten, die gesamten vier Milliarden, und vielleicht etwas mehr, COVID-bezogen auszugeben“, wird er von Heise zitiert.

Bezos verwies mit deutlichen Worten auf die hohen Investitionen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden seiner Hunderttausenden Mitarbeiter zu gewährleisten. Dies sollte seiner Meinung nach auch im Sinne der Aktionäre sein.

Amazon mit hohen Corona-Ausgaben

Die aktuellen Kosten seien massiv: Dazu zählen beispielsweise Schutzvorkehrungen (wie Atemschutzmasken, Wärmebildkameras oder auch Thermometer), zusätzliche Mitarbeiter im Rahmen von Corona, Lohnerhöhungen, eine bewusst geringere Effizienz, aber auch Gratis-Dienste für kleine Unternehmen oder das Sperren von Wucherern auf dem Marktplatz. Ebenfalls auf die Kosten drücken demnach Spenden sowie die Schaffung hauseigener Kapazitäten für Covid-19-Tests. All dies hätte laut Bezos bereits Milliarden verschlungen.

Alles in allem erwartet Amazon für das laufende Quartal einen Umsatzzuwachs zwischen 18 und 28 Prozent auf 75 bis 81 Milliarden Dollar. Ausgaben, die durch das Covid-19-Virus entstehen, werden mit rund vier Milliarden Dollar angegeben. Der Betriebsgewinn soll nach aktuellen Prognosen bei Null liegen – plus/minus 1,5 Milliarden Dollar.

Veröffentlicht: 04.05.2020
img Letzte Aktualisierung: 04.05.2020
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Natura
05.05.2020

Antworten

so ein blödsinn. das glaubt ausser ihnen keiner. amazon zahlt sich selbst an eigene firmen in steueroasen riesige lizensgebühren um die gewinne zu schrumpfen und keine steuern zahlen zu müssen.
Hans Wurst
04.05.2020

Antworten

Mein Mitleid haelt sich in Grenzen.

Sowieso gehoert AMAZON zerschlagen (Kongress wird das auch frueher oder spaeter tun), die QUERsubventioni eren ihre Sparten (war das mal NICHT des Teufels Weihwasser und Grund der zerschlagung der Deutschen Post???) ...