Spenden-Geiz & Selbstmord-Schock – der Amazon-Monatsrückblick Januar 2020

Veröffentlicht: 03.02.2020
imgAktualisierung: 03.02.2020
Geschrieben von: Markus Gärtner
Lesezeit: ca. 3 Min.
03.02.2020
img 03.02.2020
ca. 3 Min.
Januar
Anna_Mel / shutterstock.com
Jeff Bezos' zu klein geratene Millionenspende, Alexas Schock-Botschaft und vieles mehr – in unserem Amazon-Monatsrückblick auf den Januar 2020.

Kritik: Alexas Selbstmord-Schock, Lieferstress & Geizhals-Jeff

Amazon muss schnell liefern – für die Zusteller bedeutet das Stress, der sich unter anderem in unvorsichtigem Fahren und Unfällen auswirkt. So soll es in den vergangenen Jahren zehn Tote gegeben haben. Keinen Toten gab es zum Glück in England, als Alexa eine Nutzerin versehentlich zum Selbstmord aufrief. Öffentliche Aufrufe nach mehr Spenden gab es hingegen für Jeff Bezos: Ihm wurde vorgeworfen, zu wenig für die Bekämpfung der Feuer in Australien zu spenden. Diese sind wohl mitverursacht durch den Klimawandel – bei diesem Thema macht Amazon Druck auf umweltbewusste Angestellte, die mit Amazons Klimapolitik nicht einverstanden sind. Unzufrieden waren auch einige Kunden, die im Weihnachtsgeschäft ihre Pakete gar nicht oder zu spät erhalten haben

Logistik: Neue Amazon-Zentren in Deutschland, E-Rikschas in Indien

Schneller erhalten werden Kunden bald bestimmte Waren in Deutschland – Amazon eröffnet nämlich jede Menge neue Logistik- und Verteilzentren, unter anderem in Oelde, Sülzetal und Wilhelmshaven. In Limbach wird allerdings ein Bürgerbegehren über die Zukunft des dort geplanten Logistikzentrums entscheiden. Auch in Indien bringt Amazon einiges ins Rollen und startet dort die Lieferung mit elektrischen Rikschas – und Jeff Bezos nimmt gleich selbst Platz hinterm Steuer.

Unternehmen & Prime: Rekorde und Rückgabe

Amazon muss schnell liefern – Sie erinnern sich – vor allem an die Prime-Nutzer: Die Anzahl der Prime-Nutzer soll auf rekordverdächtige 150 Millionen gestiegen sein. Gesunken hingegen ist die Zahl der Amazon-Aktien im Besitz von Mackenzie Bezos und Amazons Eigenwerbung auf dem Online-Marktplatz. Und ganz weg sind die Plus-Produkte: Prime-Nutzer zahlen jetzt auch für billige Ware keine Mindestbestellgebühr.  

Gemischtes: Künstliche Intelligenz und menschliche Boshaftigkeit

Amazon will mittels künstlicher Intelligenz bald voraussagen, wann in der Fußball-Bundesliga die Tore fallen. Weniger schlau stellten sich einige Unbekannte an, die versuchten mit eher plumpen Phishing-Mails Daten von Amazon-Kunden abzugreifen. In ein Handy einzudringen und dort sensible Daten zu stehlen, hat hingegen bei einem ganz besonderen Smartphone geklappt – dem von Jeff Bezos. In das ganze Komplott ist unter anderem der saudische Kronprinz verwickelt – und die Tat steht möglicherweise auch in Zusammenhang mit dem Mord an dem Journalisten Jamal Kashoggi und Bezos' öffentlich gewordener Affäre. 

Veröffentlicht: 03.02.2020
img Letzte Aktualisierung: 03.02.2020
Lesezeit: ca. 3 Min.
Artikel weiterempfehlen

Markus Gärtner

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben