Amazon setzt auf mehr Transparenz
Dabei will Amazon auf Transparenz und Austausch setzen – sowohl mit der wissenschaftlichen Community als auch der Bevölkerung vor Ort. Die Forscher werden einerseits ihre Ergebnisse publizieren und in Form von Open-Source-Code oder als Datensatz zur Verfügung stellen. Auch im entstehenden Gebäude soll sich das widerspiegeln: Das neue Forschungszentrum hat neben dem wissenschaftlichen Bereich ein Café, eine Veranstaltungsfläche und einen Co-Working Space, die öffentlich genutzt werden können. „Wir sind davon überzeugt, dass KI der Allgemeinheit dienen muss. Um das zu erreichen, müssen wir Vertrauen in KI schaffen, und das können wir nur erreichen, wenn wir KI so transparent und verständlich wie möglich machen“, sagte Bernhard Schölkopf, Schirmherr des Tübinger Lablets und Direktor am dortigen Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Gegen die Amazon-Ansiedlung gab es immer wieder auch Proteste, zuletzt kritisierten Aktivisten in einer Gemeinderatssitzung die Steuer- und Arbeitnehmerpolitik des Konzerns, wie der SWR berichtet hatte.
Der Standort in Tübingen ist nach Berlin, Dresden und Aachen das vierte Forschungs- und Entwicklungszentrum von Amazon in Deutschland. Der Online-Riese will weltweit weitere dieser Lablets einrichten, um die KI-Grundlagenforschung voranzutreiben. Amazon erläutert Fragen zum Lablet in Tübingen außerdem in einem separaten Blogbeitrag.
Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels hieß es unter anderem, dass im neuen Lablet 100 Mitarbeiter tätig sein werden – diese Zahl bezieht sich aber auf den gesamtem Standort Amazons in Tübingen. Das Lablet gehört auch nicht, wie berichtet, zur Cyber-Valley-Initiative.
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