...sondern Handels-,Software- und Immobilien-Konzerne
Doch das Wall Street Journal deckte jetzt die wahren Hintermänner der Organisation auf: Es sind teils selbst große Digital-Unternehmen – und direkte Konkurrenten von Amazon. Mit dabei: Der US-Handelskonzern Walmart, der Software-Riese Oracle und das Immobilien-Unternehmen Simon Property Group. Alle haben ein ganz eigenes Interesse an der – in der Sache teils durchaus berechtigten – Kritik gegen Amazon: Walmart ist Amazons direkter Gegenspieler im stationären Handel, Simon Property betreibt in den USA die meisten Shopping Malls und Oracle wetteifert mit dem Online-Riesen um Aufträge etwa im Bereich Cloud Computing.
Die Initiative soll laut Wall Street Journal von der Kommunikationsfirma Marathon Strategies geleitet werden. Die beteiligten Unternehmen sollen jeweils 250.000 US-Dollar für die Anti-Amazon-Kampagne gezahlt haben. Oracle hat seine Beteiligung bereits eingestanden, heißt es. Amazon erklärte in einem Statement: „Die Free & Fair Markets Initiative scheint kaum mehr zu sein als eine gut geölte Maschinerie aus Unternehmen, die aus Eigeninteressen gegründet wurde und von einer hochpreisigen Public-Affairs-Firma geleitet wird, mit dem einzigen Ziel, Fehlinformationen über Amazon zu verbreiten.“
Die Initiative kritisiert unter anderem die Vergabe von Subventionen an Amazon, die umstrittenen Steuer- und Wettbewerbspraktiken des Konzerns, die Arbeitsbedingungen sowie den Umgang mit persönlichen Daten.
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