Amazon hat sich noch immer nicht entschieden, wo das zweite Hauptquartier entstehen soll. Während sich das Unternehmen offenbar durch zahlreiche Bewerbungen wühlt, erzählen Bürgermeister der Kandidatenstädte, wie hart der Kampf um den Online-Konzern ist.
Wer sich in den vergangenen Monaten so umgehört hat, was einige US-Städte Amazon so bieten, nur damit der Konzern sein zweites Hauptquartier an ihren Standort bringt, wird sich des Öfteren am Kopf gekratzt haben. Von riesigen Steuererleichterungen einmal abgesehen, ging es um riesige Kakteen, Vorteile für die Mitarbeiter und sogar das Angebot, die gesamte Stadt in Amazon umzubenennen. Derzeit wühlt sich der Konzern durch diese Bewerbungen – auf der Technik-Konferenz South by Southwest (SXSW) erzählten einige Bürgermeister der Kandidatenstädte nun, wie hart der Kampf um die Gunst Amazons ist.
So erzählte Sylvester James, Bürgermeister von Kansas City, dass ein Team von 225 Personen an der Bewerbung beteiligt gewesen sei. Die Stadt und der Bundesstaat Missouri hätten Amazon zudem höhere finanzielle Anreize wie Steuererleichterungen zugesagt als es jemals zuvor in der Region gegeben habe. „Amazon kommt nicht umsonst“, erklärte James der FAZ zufolge. Wie viel seine Stadt dem Online-Riesen geboten hat? Dazu äußerte der Bürgermeister sich nicht. Amazon machte jedenfalls keinen Hehl daraus, dass Steuererleichterungen ein entscheidendes Kriterium für den Konzern seien.
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