Zuschlag für Kölner Unternehmen
Aktuell sieht es so aus, als würde die Stadtverwaltung der eigenen Tochter Höfen und Güterverkehr Köln (HGK) den Zuschlag erteilen. Das ist laut Kölner Stadtanzeiger auch der Grund für Amazons Rückzug. Pikant dabei: Die HGK soll ihr Interesse an der Fläche erst bekundet haben, nachdem das Amazon-Angebot vorlag. Mithilfe der Ratsfraktionen SPD, CDU und Grüne wurde die Stadtverwaltung demnach von HGK überzeugt. Als Alternative soll Amazon ein Nachbargrundstück angeboten worden sein, bei dem man aber noch Bereiche vom Chemie-Unternehmen Infineum hätte zukaufen müssen. Das lehnte Amazon ab.
Eine HGK-Tochter nutzt eine nahegelegene Fläche bereits, um Container vom Lastwagen auf die Bahn umzuladen. Die entsprechenden Gleise sollen erweitert werden, daher will man die betreffende Fläche von der Stadt zukaufen. „Die Stadt steht einem potenziellen Verkauf an die HGK daher grundsätzlich positiv gegenüber und wird mit der HGK in Verhandlungen über diese Flächen treten“, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker laut Kölnischer Rundschau. Amazon hatte laut der Rundschau einen zweiten Anlauf unternommen mit der Prämisse, die Fläche einige Jahre interimsweise zu nutzen und dann an die HGK zu übergeben. Das wurde offenbar abgelehnt, daher machte Amazon dann den Rückzieher. Ob das Unternehmen nun überhaupt in Köln bauen wird, ist fraglich, denn: Es gibt kaum noch geeignete Flächen in der Stadt.
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