Amazon kauft Türklingel-StartUp – für gemunkelt 1 Milliarde Dollar

Veröffentlicht: 28.02.2018
imgAktualisierung: 28.02.2018
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
28.02.2018
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ca. 2 Min.
Finger, der auf eine Türklingel drückt
© studiostoks – shutterstock.com
Amazon legt eine Menge Geld auf den Tisch, um sich ein junges StartUp zu kaufen, das sich auf moderne Hightech-Türklingeln spezialisiert hat.


Amazon hat wieder zugeschlagen: Dieses Mal kauft sich der Online-Riese ein StartUp für moderne Hightech-Türklingeln. Klingt vielleicht erstmal kurios, passt aber eigentlich ganz hervorragend in das Schema des Konzerns.

„Ring“ heißt ein junges Unternehmen aus den USA, das gerade einmal vier Jahre alt ist und sich auf vernetzte Türklingeln und Sicherheitskameras spezialisiert hat. Und mit seiner Geschäftsstrategie scheint Ring einiges richtig gemacht zu haben. Denn Amazon soll nun sage und schreibe eine Milliarde US-Dollar auf den Tisch gelegt haben, um sich dieses StartUp einzuverleiben.

Wie Golem berichtet, wurde über den Kaufpreis eigentlich das Tuch des Schweigens gelegt. Doch das Wall Street Journal will aus informierten Kreisen erfahren haben, dass eben jene Summe geflossen sei. Die Übernahme sei durch beide Unternehmen kurz angekündigt worden.

Und warum gerade Türklingeln?

„Die Ring-Videotürklingel verbindet sich mit Smartphone, Tablet oder Desktop und sendet Benachrichtigungen, wenn Besucher die Türglocke bedienen oder der Bewegungsmelder aktiv ist“, beschreibt Golem das Angebot des StartUps. Über das Ring-System könne eine Zwei-Wege-Kommunikation über HD-Video und Audio ermöglicht werden, sodass sich der Nutzer im Haus/in der Wohnung mit dem ankommenden Besucher visuell und auditiv verbinden kann. Selbst Punkt- und Flutlichtkameras können den Angaben zufolge zum Einsatz kommen.

Die Hightech-Türklingel-Systeme sind bei all den Möglichkeiten auch nicht unbedingt etwas für den schmalen Geldbeutel. Wie Golem weiter schreibt, müssen interessierte Nutzer für die Ring-Systeme etwa zwischen 200 und 500 US-Dollar hinblättern.

Für Amazon dürfte Ring deshalb so interessant sein, weil sich die Systeme gewiss auch mit der hauseigenen Sprachassistentin Alexa verbinden lassen dürften. Und auch mit Blick auf das logistische Engagement scheint die Übernahme durchaus sinnvoll – schließlich ist Amazon erpicht darauf, in Zukunft selbst an den Haustüren der Kunden zu klingeln und ihnen eigenständig die Pakete zu bringen. Und wäre es da nicht toll, wenn eine solche Hightech-Klingel mit Alexa-Integration zum Einsatz käme, die den Amazon-Einkauf abrundet?!

Veröffentlicht: 28.02.2018
img Letzte Aktualisierung: 28.02.2018
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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1 Kommentare
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Gerhard Polt
06.03.2018

Antworten

Und wozu brauchts des?