Hintergrund: Preissenkungen, Kontosperrungen und Eigenmarken
Dass Amazon die Lebensmittel-Kette Whole Foods übernehmen wollte, sorgte schon vor einem Monat für Schlagzeilen. Jetzt ist die Übernahme offiziell und Amazon hat direkt die ersten Änderungen bekannt gegeben – Preissenkunken von bis zu 43 Prozent sind dabei nur ein Aspekt. Allerdings einer, den auch die Konkurrenz spürt. Die Aktien von anderen amerikanischen Supermärkten wie Wal-Mart und Kroger sanken nach Amazons Ankündigung deutlich ab. Zudem soll das kostenpflichtige Programm Amazon Prime in das Ladenkonzept von Whole Foods integriert werden – Mitglieder sollen spezielle Rabatte erhalten und andere Vorteile genießen.
Während Amazon für seine Kunden alles möglich machen will, haben die Marktplatz-Händler immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Gerade das Thema Kontensperrungen ist hier immer wieder im Gespräch. Ein ehemaliger Amazon-Mitarbeiter hat sich nun in einem Interview zu den zwei Hauptgründen für die Kontenschließungen geäußert.
Zudem wird Amazon zunehmend vom Händler bzw. Marktplatz zum Hersteller. Hinter wie vielen Markennamen Amazon aber tatsächlich steckt, ist bisher nur bedingt bekannt. Es wird gemutmaßt, dass es sich um 19 eigene Marken handelt. Dass sich das Geschäft mit den eigenen Marken aber für Amazon lohnt, steht außer Frage. Gerade im letzten halben Jahr erlebten die privaten Marken einen regelrechten Boom. Neben der Hardware, wie dem Echo-Lautsprecher und den E-Book-Readern, gehörte vor allem das private Label AmazonBasics zu den Top Performern im ersten halben Jahr 2017. Die Marke, welche rund 2000 Produkte der Kategorie „Nützliches für jeden Tag“ hat, konnte in den letzten sechs Monaten über 200 Millionen Dollar Umsatz machen.
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