Gewerkschafter formieren sich inzwischen international gegen Amazon: Vertreter aus fünf Ländern treffen sich in Berlin, um zu beraten, wie der Arbeitskampf gegen den Online-Händler grenzübergreifend koordiniert werden kann.
Die nicht öffentliche Tagung der Gewerkschafter in Berlin findet auf Einladung der internationalen Gewerkschaftsdachverbände UNI Global Union und der Internationalen Transportarbeiter-Förderation (ITF) statt. Wie das Börsenblatt berichtet, versammeln sich Gewerkschaftsvertreter aus Deutschland, Polen, Tschechien, Großbritannien und den USA, um den Arbeitskampf auch international zu koordinieren.
Die Arbeitskämpfe gegen Amazon lassen sich inzwischen immer besser abgleichen und koordinieren, da das Unternehmen weltweit expandiere und die Konflikte sich gleichen, wie Alke Bössiger, Abteilungsleiterin UNI Handel, herausstellt. Der Vorwurf der Gewerkschaften: Amazon verweigere die Anerkennung von Tarifrechten, die Löhne seien zu niedrig und willkürlich festgesetzt, die Arbeitsbedingungen seien gesundheitsgefährdend und Gewerkschaften würden als Verhandlungspartner ignoriert.
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